Das Buch Tequila – Die Seele Mexikos will die deutsche Barkeeper-Legende und Autorin Betty Kupsa als Liebeserklärung an das Nationalgetränk Mexikos verstanden wissen. Und tatsächlich schafft sie es durchaus kurzweilig das Wesen des Agavendestillates einzufangen. Beginnend mit der Geschichte Mexikos aus dem Blickwinkel des Tequilas, über die Herstellung bis hin zu den Kategorien des Getränks. Ohne zu technisch zu werden sind dabei die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale gut herausgearbeitet und verständlich wiedergegeben.

Viel Info, gut präsentiert

Der Abschnitt über die Produzenten enthält wissenswertes über traditionelle Familien und spart auch nicht die neuartigen „Celebrity“-Tequilamarken aus, die seit einigen Jahren verstärkt auf dem Markt auftauchen.

Mix it, Baby!

Im letzten Teil des Buches kommt die eigentliche Profession der Autorin voll zur Geltung, denn nach einigen Rezepten für Tequila Klassiker, bietet sie einen tiefen Einblick in die Tequilaspezialitäten, die sie in ihrer Hamburger Bar The Chug Club anbietet und für die die sie weithin bekannt ist.

Fazit

Tequila – Die Seele Mexikos ist ein gut aufgebautes Buch, dass dort, wo es notwendig ist die Details der Herstellung und Klassifizierung von Tequila verständlich erläutert. Trotzdem ist es leicht zu lesen und gleitet nicht in nerdige Detailversessenheit ab. Betty Kupsa bietet mit dem vorgelegten Werk eine lesenswerte Zusammenfassung, die sowohl für Tequila Einsteiger gut geeignet ist, als auch als Nachschlagewerk für erfahrenere Tequilafans dienen kann. Daher sollte es in keiner guten Getränke Bibliothek fehlen.

Die Autorin

Betty Kupsa gehört zu einer Generation von Barpionieren der deutschen Szene. Schon seit mehr als 25 Jahren beschäftigt sie sich mit Agavendestillaten, nachdem sie bei einem Blind tasting auf den Geschmack gekommen war. 2015 eröffnete sie ihre eigene Bar auf St. Pauli und machte den Chug Club zu dem Hotspot für Tequila in Hamburg und darüber hinaus mit über 500 Tequilas im Angebot. Ihr Wissen hat sie auf zahlreichen Reisen nach Mexiko erweitert und ihre Informationen aus erster Hand von den Maestro Tequileros erhalten.