María Dolores – New Mezcal in Town

Mezcal ist trendy. So heisst es zumindest und tatsächlich tut sich bei der Verfügbarkeit und Nachfrage im Gebiet der Agavenspirituosen einiges. Dabei handelt es sich um Agavenbrände aus Mexiko – Moment: da war doch noch Tequila – Ist Tequila und Mezcal vielleicht dasselbe, oder muss der Tequila aus einer bestimmten Gegend stammen und der Mezcal nicht??? Tja, in den Details ist das Wissen über Agavenspirits wohl noch ausbaufähig

Zunächst eine kurze Einordnung, um Tequila von Mezcal unterscheiden zu können:

  • Tequila
    • Agavensorte: Blaue Weber Agave (zu mind. 51%)
    • Kerngebiet: Bundesstaat Jalisco (Tequila ist eine Stadt in Jalisco)
    • Oft sehr große Produktinsbetriebe
  • Mezcal
    • Agavensorten: Espadín, Tobalá, Tepxtate, Arroqueno, Liso, Sierra Negra, Cuishe, u.v.a.
    • Kerngebiet: Bundestaat Oaxaca
    • Traditionellere Methoden, oft in kleineren Betrieben oder Kooperativen

María Dolores Mezcal

Juan Diego Méndez Gómez ist der Mastermind hinter den Marke María Dolores. Juan wuchs in einer Familie von Destillateuren in Santiago Matatlán im Bundesstaat Oaxaca auf. SeinVater Cástulo Méndez Sernas hatte die Kunst der Mezcalherstllung von seinem Vater gelernt. 2009 stellte Don Juan Diego diese Kunst auf eine neue Stufe und schuf die Marke, die er nach seiner Mutter María Dolores benannte.

Seither gibt es eine große Range an Mezcalabfüllungen darunter Klassiker, wie der Espadín, Spezialitäten aus Wildagaven, wie Tobalá oder Tepextate und kurios Anmutendes, wie Mezcal con pechuga, bei dem während des Destillationsprozesses Truthahnbrüste in die Destiller gegeben werden. Aromatisierte Vairanten, etwa mit Anans und Cannabis sind auch im Portfolio vorhanden. Natürlich gibt es auch einen Mezcal con gusano (mit Raupe).

Launch von María Dolores in Österreich

Derzeit formiert sich der Vertrieb von María Dolores in Österreich. Martín und Julia haben sich zum Zielgesetzt Mezcal in Bars und Restaurants bekannter zu machen. Dabei punktet die Marke mit der geschmacklichen Qualität (ich durfte bereits alle verkosten), auch der Markenauftritt ist stimmig, die Flaschen auch für den täglichen Barbetrieb gut geeignet. Derzeit wird die offizielle Einführung vorbereitet, im März wird María Dolores in zunächst vier Vairanten verfügbar sein:
Espadín Corazon (38% vol)
Espadín Classico (40% vol)
Espadín destilado con pechuga (45% vol)
Arroqueno (45% vol)

Alle Varianten sind Joven Mezcals, also klar und ungelagert.

 

Weitere Beiträge

  • Können Weinbrände der Welt in der Blindverkostung herausgefunden werden? Gilt Cognac als Benchmark? Um das und mehr herauszufinden, versammelten sich einige Spirituosenexperten auf Einladung von Andreas Liebminger in dessen Destillerie [...]

  • Mezcal ist trendy. So heisst es zumindest und tatsächlich tut sich bei der Verfügbarkeit und Nachfrage im Gebiet der Agavenspirituosen einiges. Dabei handelt es sich um Agavenbrände aus Mexiko - [...]

  • A new place to be in Vienna Seit Mitte Dezember bereichert eine neue Bar die spannende Barszene in der Bundeshauptstadt. Im Börseviertel findet sich die Dash x Drop Bar von [...]

  • Anisées, also Spirits mit ausgeprägtem Anis Geschmack sind doch jedem schon einmal untergekommen. Viele erinnern sich dabei an Urlaub in warmen Mittelmeerlädern, oder auch an den einen oder anderen unvermeidlichen [...]